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Hamburgisches Gesetz über das Halten und Führen von Hunden
(Hundegesetz - HundeG)
Vom 26. Januar 2006 *)

§ 2
Gefährliche Hunde

(1) Bei den folgenden Gruppen und Rassen von Hunden sowie deren Kreuzungen untereinander oder mit anderen Hunden wird die Eigenschaft als gefährliche Hunde stets vermutet:

1.

American Pit Bull Terrier,

2.

American Staffordshire Terrier,

3.

Staffordshire Bullterrier,

4.

Bullterrier.

(2) Gefährliche Hunde sind darüber hinaus Hunde, die ein der Situation nicht angemessenes oder ausgeprägtes Aggressionsverhalten gegen Menschen oder Tiere zeigen, insbesondere Hunde,

1.

die durch Zucht, Kreuzung, Haltung oder Ausbildung eine erhöhte Aggressivität entwickelt haben,

2.

die sich gegenüber Mensch oder Tier als bissig erweisen,

3.

die in Gefahr drohender Weise Menschen angesprungen haben oder

4.

die gezeigt haben, dass sie unkontrolliert Wild, Vieh oder andere Tiere hetzen, beißen oder reißen.

(3) Bei den folgenden Rassen von Hunden sowie deren Kreuzungen untereinander oder mit anderen Hunden wird die Gefährlichkeit vermutet, solange der zuständigen Behörde nicht für den einzelnen Hund nachgewiesen wird, dass dieser keine gesteigerte Aggressivität und Gefährlichkeit gegenüber Menschen oder Tieren aufweist:

1.

Bullmastiff,

2.

Dogo Argentino,

3.

Dogue de Bordeaux,

4.

Fila Brasileiro,

5.

Kangal,

6.

Kaukasischer Owtscharka,

7.

Mastiff,

8.

Mastin Español,

9.

Mastino Napoletano,

10.

Rottweiler,

11.

Tosa Inu.

(4) In Zweifelsfällen hat die Halterin oder der Halter nachzuweisen, dass der Hund keiner der in den Absätzen 1 und 3 genannten Gruppen oder Rassen angehört und keine Kreuzung im Sinne der Absätze 1 und 3 vorliegt.