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Hamburgisches Ausführungsgesetz zum Tiergesundheitsgesetz
(AGTierGesG)
Vom 15. Dezember 2015

§ 8
Schätzung des gemeinen Wertes

(1) Der gemeine Wert des Tieres ( § 16 TierGesG ) wird von der zuständigen Behörde auf der Grundlage einer Schätzung festgestellt. Die Schätzung ist vor der Tötung oder, wenn dies nicht möglich ist, unverzüglich nach dem Tode des Tieres vorzunehmen.

(2) Die Schätzung ist von der zuständigen Amtstierärztin oder dem zuständigen Amtstierarzt vorzunehmen. Die Amtstierärztin oder der Amtstierarzt können bis zu zwei ehrenamtliche Schätzerinnen und Schätzer oder andere sachkundige Personen zu ihrer Unterstützung hinzuziehen; sie oder er ist hierzu verpflichtet, wenn die Tierhalterin oder der Tierhalter dies verlangt. Der Tierhalterin oder dem Tierhalter ist Gelegenheit zu geben, bei der Schätzung anwesend zu sein.

(3) Ehrenamtliche Schätzerinnen oder ehrenamtliche Schätzer werden von der zuständigen Behörde für die Dauer von drei Jahren bestellt. § 1 Absatz 2 Satz 3 gilt entsprechend.

(4) Das Ergebnis der Schätzungen ist der Tierhalterin oder dem Tierhalter mitzuteilen. Über die Schätzung ist eine Niederschrift aufzunehmen, die von denjenigen, die die Schätzung vorgenommen haben, zu unterzeichnen ist.

(5) Wirken ehrenamtliche Schätzerinnen oder ehrenamtliche Schätzer bei der Schätzung mit, so ist der von jeder Schätzerin und jedem Schätzer geschätzte Wert in der Niederschrift anzugeben. Der Feststellung des gemeinen Wertes ist der Durchschnitt aller geschätzten Werte zugrunde zu legen. Liegt der Wert von zwei übereinstimmenden Schätzungen unter diesem Durchschnittswert, so ist der geringere Wert der Feststellung des gemeinen Wertes zugrunde zu legen.