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Ausbildungs- und Prüfungsordnung der Berufsvorbereitungsschule
(APO-BVS)
Vom 20. April 2006 1)

§ 7
Noten und Zeugnisse der Berufsvorbereitungsschule

(1) Schülerinnen und Schüler der AV und Schülerinnen und Schüler der AvM ab dem zweiten Halbjahr erhalten halbjährlich Notenzeugnisse mit einer ergänzenden stärkenbezogenen Kompetenzbeschreibung. Für das Fach Sprache und Kommunikation ist das erreichte Niveau mit Bezug auf die Niveaustufen des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen (GER) darzustellen. Die Note im Lernfeld Im Betrieb lernen und handeln setzt sich zusammen aus den Leistungen im Lernfeld und im berufspraktischen Lernen.

(2) Schülerinnen und Schüler der Alphabetisierungsklassen, der AvM im ersten Halbjahr sowie Schülerinnen und Schüler, die nach § 12 HmbSG gefördert und nicht nach den in § 5 Absatz 3 genannten Anforderungsebenen unterrichtet werden, erhalten ein Berichtszeugnis in Form von stärkenbezogenen Kompetenzbeschreibungen. Auf Antrag kann ergänzend zu dem Berichtszeugnis ein Notenzeugnis erstellt werden, das sich auf den individuellen Lernentwicklungsplan bezieht. Das Berichtszeugnis ist in einfacher Sprache zu erstellen. Es ist im Vorfeld darüber aufzuklären, dass die erteilten Noten sich abweichend von §§ 8 bis 11 nicht auf die Anforderungen der allgemeinen Bildungspläne beziehen und nicht zum ersten allgemeinbildenden, erweiterten ersten allgemeinbildenden oder mittleren Schulabschluss führen. Der individuelle Rahmen, auf den die Noten Bezug nehmen, ist im Zeugnis kenntlich zu machen.

(3) Schülerinnen und Schüler der Bildungsgänge AV und AvM erhalten das Abschlusszeugnis der Berufsvorbereitungsschule, wenn sie durchgängig am Unterricht des jeweiligen Bildungsganges teilgenommen und

1.

in allen Lernfeldern des berufsbezogenen Unterrichts mindestens die Note „ausreichend“,

2.

in zwei Pflichtfächern des berufsübergreifenden Unterrichts mindestens die Note „ausreichend“ und

3.

in keinem Lernfeld oder Fach die Note „ungenügend“

oder Ausgleichsnoten erzielt haben. Die Note „mangelhaft“ in höchstens einem Lernfeld des berufsbezogenen Unterrichts wird durch mindestens die Note „gut“ in einem anderen Lernfeld des berufsbezogenen Unterrichts oder die Noten „befriedigend“ in zwei anderen Lernfeldern des berufsbezogenen Unterrichts ausgeglichen. Nicht ausreichende Leistungen im Fach Gesundheit und Bewegung bleiben unberücksichtigt, wenn sie durch die körperliche Anlage der Schülerin oder des Schülers bedingt sind; die Vorlage einer schul- oder amtsärztlichen Bescheinigung kann verlangt werden.

(4) Beendet eine Schülerin oder ein Schüler den Besuch der Berufsvorbereitungsschule vorzeitig, um eine Berufsausbildung zu beginnen oder eine berufliche Tätigkeit auszuüben, erhält sie oder er ein Abschlusszeugnis nach Absatz 3 Satz 1 mit einem entsprechenden Vermerk zur Schullaufbahn. Verlässt eine Schülerin oder ein Schüler die Berufsvorbereitungsschule in Vollzeitform vorzeitig, um in eine andere Berufsvorbereitungsmaßnahme einzutreten, erhält sie oder er ein Abgangszeugnis mit einem entsprechenden Vermerk zur Schullaufbahn.