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Verordnung zur Durchführung des Hundegesetzes
(Durchführungsverordnung zum Hundegesetz - HundeGDVO)
vom 21. März 2006*

§ 4
Anerkennung von weiteren Nachweisen

(1) Der Bescheinigung über die Gehorsamsprüfung nach § 4 Absatz 2 HundeG stehen die Bescheinigungen über den erfolgreichen Abschluss folgender Prüfungen gleich:

1.

Prüfung zur Erlangung des Hundeführerscheins und Begleithund-Prüfung des VDH, des BHV, des Dehra-Zentrums, der HSAG und der Interessengemeinschaft unabhängiger Hundeschulen sowie Jagdeignungsprüfung des Jagdgebrauchshundverbandes e.V.,

2.

nach § 26 Absatz 2 des Hamburgischen Jagdgesetzes vom 22. Mai 1978 (HmbGVBl. S. 162), zuletzt geändert am 18. Juli 2001 (HmbGVBl. S. 251, 257), in der jeweils geltenden Fassung und den jagdrechtlichen Vorschriften anderer Bundesländer abgelegte Brauchbarkeitsprüfungen für Jagdhunde,

3.

Ausbildung zum Blindenführhund oder Behindertenbegleithund für jede Person, die den Hund führen will und

4.

in anderen Bundesländern behördlich anerkannte Nachweise über den Gehorsam des Hundes.

Im Einzelfall können Bescheinigungen über weitere Prüfungen von Hundeverbänden oder Hundevereinen anerkannt werden.

(2) Zur Befreiung von der Anleinpflicht nach § 9 Absatz 1 Satz 3 HundeG muss ein ausführliches Attest der behandelnden Tierärztin bzw. des behandelnden Tierarztes vorgelegt werden. Dies muss den Grund, weshalb die Ablegung der Gehorsamsprüfung für den Hund eine unzumutbare Härte darstellen würde, enthalten.