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Verordnung
zur Durchführung des Hamburgischen Gefahrtiergesetzes und
zur Weiterübertragung der Ermächtigung nach § 3 des Hamburgischen Gefahrtiergesetzes
(Durchführungsverordnung zum Hamburgischen Gefahrtiergesetz-
HmbGefahrtierDVO)
Vom 22. Oktober 2013

§ 5
Einrichtungen

(1) Gehege und Behälter müssen so beschaffen und so sicher aufgestellt sein, dass die Tiere nicht entweichen können und der unbefugte Zugriff Dritter verhindert wird. Die Öffnungen der Gehege und Behälter sind mit einem Schloss zu sichern, wobei von einem Schloss an jedem Behälter abgesehen werden kann, wenn die Behälter in einem ausbruchsicheren, abgeschlossenen Raum stehen, der für Unbefugte nicht zugänglich ist. Die verwendeten Baumaterialien der Gehege und Behälter müssen so widerstandsfähig sein, dass die Tiere nicht in der Lage sind, sie derart zu beschädigen, dass ein Entweichen möglich ist. Gehege und Behälter müssen so aufgestellt sein, dass sie nicht verrutschen oder kippen können. Werden mehrere gefährliche Tiere in demselben Gehege oder Behälter gehalten, soll sichergestellt sein, dass die Tiere abgesondert werden können, ohne sie aus der Einrichtung zu nehmen (zum Beispiel durch Schiebewände, Schlupfkästen). Die Gehege und Behälter müssen den tierschutzrechtlichen Vorschriften entsprechen.

(2) Während des Transports müssen die gefährlichen Tiere in einem Transportbehältnis sicher verwahrt werden, so dass sie nicht entweichen können und der unbefugte Zugriff Dritter verhindert wird. Das Transportbehältnis muss aus stabilem bruchsicherem Material bestehen und soll mit einem Schloss gesichert sein.

(3) An dem Gehege oder Behälter sind der wissenschaftliche und der deutsche Name, die Anzahl der Tiere, deren gefährliche Eigenschaften, Verhaltensanweisungen für den Umgang, Erste-Hilfe-Maßnahmen und eine Standort- und Telefonliste der Ärzte und der im Falle eines Unfalls zu benachrichtigenden Behörden gut sichtbar für Dritte anzugeben. Während des Transportes gefährlicher Tiere sind diese schriftlichen Angaben in Kopie mitzuführen.

(4) Die Sicherheit des Geheges oder Behälters gemäß Absatz 1 und die Vollständigkeit der Angaben gemäß Absatz 3 müssen durch die Halterin oder den Halter nachgewiesen werden. Sind Umstände bekannt, die diesbezüglich Zweifel begründen, so kann die zuständige Behörde weitere geeignete Nachweise fordern.