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Verordnung über das Naturschutzgebiet Hummelsbütteler Moore
Vom 8. Januar 2008

§ 3
Gebote

Im Naturschutzgebiet ist es geboten:

1.

den Nährstoffeintrag zu minimieren,

2.

im Bestand stark gefährdete oder vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten durch geeignete Maßnahmen zu erhalten und zu fördern, insbesondere durch verstärkten Schutz sowie durch Pflege, Entwicklung und Wiederherstellung ihrer Biotope sowie durch Gewährleistung ihrer sonstigen Lebensbedingungen,

3.

(aufgehoben)

4.

ortsfeste Weidezäune im Fall ihrer Errichtung bei Beweidung durch Rinder oder Pferde in offener Bauweise mit Pfählen und Drahtbespannung ohne Geflechtung und nicht höher als 1,60 m auszuführen,

5.

Knicks anzulegen, wiederherzustellen, zu erhalten und sachgerecht zu pflegen,

6.

Pflegemaßnahmen zum Erhalt (und zur Ausweitung) von Moorflächen durchzuführen,

7.

die Renaturierung von Mooren und Gewässern durchzuführen,

8.

eine Anhebung des oberflächennahen Grundwassers durchzuführen,

9.

die Böden in ihrem natürlichen Zustand und Horizontaufbau zu belassen und ihre natürlichen standorttypischen Funktionen zu entwickeln,

10.

Trockenheiden, Magerrasen, Trockenrasen, Moorwiesen, Hochmoor- und Übergangsmoorbereiche von aufkommendem Baumbewuchs freizuhalten und zu pflegen,

11.

Brachflächen zu mähen,

12.

an Gehölzen befestigte Zäune und Zaunteile zu entfernen,

13.

für die Instandhaltung von nicht asphaltierten Wegen ausschließlich natürliche, nicht zu Nährstoffeintrag führende Baumaterialien zu verwenden,

14.

die Bevölkerung über den Schutzzweck in geeigneter Weise zu informieren.

(2) Maßnahmen nach Absatz 1 Nummern 3 und 4 sind der zuständigen Behörde drei Monate im Voraus anzuzeigen; dabei ist die Herkunft der Pflanzen und Tiere nachzuweisen.