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Ausbildungs- und Prüfungsordnung der Höheren
Technikschule für Informations-, Metall- und Elektrotechnik
(APO-HTS)
Vom 10. März 2014 *

§ 8
Leistungsbewertung

(1) Die Leistungsbewertung bezieht sich auf die schriftlichen, mündlichen und praktischen Einzelleistungen unter Berücksichtigung ihrer Anteile an der Gesamtleistung. Die Anforderungen für den berufsbezogenen und den berufsübergreifenden Unterricht ergeben sich aus dem Bildungsplan. Die Anforderungen für die berufspraktische Ausbildung ergeben sich aus der jeweils für den anerkannten Ausbildungsberuf geltenden Ausbildungsordnung.

(2) Am Ende des ersten Schuljahres dient jeweils eine Klassenarbeit in den Fächern Sprache und Kommunikation, Mathematik/Naturwissenschaften und Fachenglisch der Überprüfung, ob die Anforderungen des Bildungsplans erreicht wurden. Die Termine und die Aufgaben für die Überprüfung bestimmt die zuständige Behörde.

(3) In dem zweiten Halbjahr des ersten Schuljahres halten die Schülerinnen und Schüler in dem Lernfeld „Betriebliche Praxis erkunden und Erfahrungen reflektieren“ eine Präsentation. Teil der Präsentation ist ein mediengestützter Vortrag, dem ein vertiefendes Gespräch mit der von der Schule bestimmten Lehrkraft folgt. Für die Präsentation und das Gespräch stehen insgesamt 30 Minuten zur Verfügung. In der Präsentation thematisieren und reflektieren die Schülerinnen und Schüler ihre Erfahrungen aus der berufspraktischen Ausbildung und dem Lernfeld „Betriebliche Praxis erkunden und Erfahrungen reflektieren“. Die Prüflinge erhalten die Aufgabenstellung für die Präsentation vier Wochen vor dem Termin und geben eine Woche vor dem Termin eine schriftliche Dokumentation über den geplanten Ablauf, sowie alle Inhalte ihrer Präsentation bei der zuständigen Lehrkraft ab. Die Frist kann nicht verlängert werden. Im Anschluss an den Vortrag setzt die zuständige Lehrkraft die Note für die in der Präsentation erbrachten Leistungen (Vortrag und schriftliche Dokumentation) fest und gibt der Schülerin oder dem Schüler das Ergebnis unverzüglich bekannt.

(4) Die Leistungen, die eine Schülerin oder ein Schüler in einem Kurs, einem Lernfeld oder einem Fach des Wahlpflichtbereichs erbringt, werden mit einer Note bewertet. Im Zeugnis wird die Note eines Kurses nach § 6 Absatz 2 Nummer 1 mit der Note des ihm zugeordneten Lernfelds oder Faches unter Berücksichtigung des jeweiligen Anteils an der Gesamtleistung zu einer Note zusammengefasst. Bei der Entscheidung über den Übergang in das zweite Schuljahr und den Abschluss wird nur die zusammengefasste Note nach Satz 2 berücksichtigt. Sämtliche Noten der weiteren Lernfelder oder Fächer nach § 6 Absatz 2 Nummer 2 werden mit Ausnahme der Note für das Fach Sport im Zeugnis unter Berücksichtigung des jeweiligen Anteils an der Gesamtleistung zu einer Note zusammengefasst.

(5) Über die Leistungen in der berufspraktischen Ausbildung erstellen die Betriebe Beurteilungen. Die Beurteilungen erfassen die Bereiche

1.

fachpraktische Kompetenz,

2.

personale Kompetenz, insbesondere Leistungsbereitschaft, Ausdauer und Kommunikationsfähigkeit,

3.

Anwendung und Umsetzung der Basiskenntnisse in Bezug auf die Erfordernisse in betrieblichen Abläufen und Arbeiten.

Die Zeugnisnote für die berufspraktische Ausbildung bildet die Zeugniskonferenz unter Berücksichtigung der Beurteilungen durch die Betriebe.